Perspektive · Oktober 2026

Die zweite Note.

Zwei Werkzeuge am selben Dokument erzeugen noch keine unabhängige Prüfung. Sie erzeugen zwei Noten, denen keiner traut. Beobachtungen zu einer Praxis, die niemand bestellt hat und alle schon anwenden.

Crownhill Capital AG Oktober 2026 Vorherige Ausgabe · September 2026
34 %
der befragten Investoren lassen Due-Diligence-Unterlagen von KI zusammenfassen · PitchBook/Web Summit, Nov. 20251
1'624
Gerichtsfälle weltweit mit festgestellten KI-Halluzinationen in Eingaben · Datenbank Charlotin, Stand 18. Juni 20262
Deloitte
Australien erstattet im Oktober 2025 einen Teil des Honorars für einen Regierungsbericht mit erfundenen Zitaten3

Drei Oberflächen, dasselbe Muster darunter: Die Prüfung eines Dokuments wird an eine KI delegiert, die ihrerseits an niemanden delegiert. Was dabei herauskommt, hat eine Form, aber keine Verantwortung.

I

Der Fall, der alles enthält.

Im Juli 2025 liefert ein grosses Beratungshaus einen Prüfbericht an das australische Ministerium für Beschäftigung. Der Bericht untersucht ein algorithmisches Compliance-System in der Sozialverwaltung. Das Honorar liegt knapp unter einer halben Million australischer Dollar3.

Wenige Wochen später entdeckt ein Rechtswissenschaftler in Sydney, dass der Bericht einer Kollegin Publikationen zuschreibt, die es nicht gibt, und ein Urteil des Bundesgerichts mit einem erfundenen Zitat wiedergibt. Die Vorwürfe werden öffentlich. Das Beratungshaus räumt ein, dass bei der Erstellung eine generative KI eingesetzt wurde. Am 3. Oktober 2025 erscheint eine korrigierte Fassung, und das Beratungshaus erstattet die letzte Zahlungstranche3.

Entscheidend ist nicht der Fehler. Entscheidend ist, dass er durch jede Instanz im Prozess ging, bevor ein Aussenstehender ihn fand. Das Dokument hatte eine Deckseite mit einem bekannten Logo, Fussnoten, ein Literaturverzeichnis und eine ordentliche Typografie. Es ging durch die Hände von Verfasser und Besteller. Die erfundenen Belege blieben trotzdem stehen.

Es sah geprüft aus. Die erfundenen Belege deckte ein Aussenstehender auf.

Der Fall ist ungewöhnlich öffentlich. Das Muster ist es nicht. Die folgenden Abschnitte beschreiben, warum die Mechanik, die hier aufflog, inzwischen fester Bestandteil der Dokumentenpraxis zwischen Organisationen geworden ist.


II

Zwei KIs, eine Höflichkeit.

Nehmen wir einen beliebigen Vorgang zwischen zwei Organisationen. Ein Investment-Memo, ein Pitch, ein Markteintrittsbericht, eine Vertragsvorlage. Die absendende Seite erstellt es mit einer KI. Der Empfänger gibt es einer KI zur Überprüfung. In vielen Teilen von Finanzen und Beratung ist das bereits heute die Praxis.

Die schreibende KI legt ihren Weg nicht offen. Sie markiert nicht zuverlässig, welche Quellen sie genutzt, welche sie verworfen und wo sie geraten hat. Was unsicher war, verschwindet im sprachlichen Rhythmus. Was fehlt, wird nicht markiert. Das Dokument liest sich wie ein fertiges Dokument.

Die prüfende KI sieht nur das fertige Dokument. Was nicht darin steht, existiert für sie nicht. Sie hat keinen Zugriff auf die Quellen, die der Absender geprüft hat, keinen Zugriff auf die, die er nicht geprüft hat, und keinen Zugriff auf den Verwerfungspfad. Ohne zusätzliche Belege beruht ihr Urteil auf der Form.

Beide KIs bewerten dasselbe Dokument. Ihre Noten weichen voneinander ab, weil die Antwort davon abhängt, mit welcher Frage und welchem Prompt die KI konfiguriert ist. Beide Noten wirken fundiert. Beide tragen nicht.

Schreibende Seite
Was die KI nicht offenlegt.
  • Welche Quelle sie verworfen hat
  • Welche Aussage sie geraten hat
  • Welche Rechnung sie nicht nachvollzogen hat
  • Welche Prüfschritte sie unterlassen hat
  • Wo sie unsicher war und es sprachlich geglättet hat
Prüfende Seite
Was die KI nicht sieht.
  • Alles, was nicht im Dokument steht
  • Den Rechenweg der ersten KI
  • Die ausgelassenen Quellen
  • Die bewusst nicht geprüften Bereiche
  • Die Unsicherheit, die geglättet wurde

Das Ergebnis ist eine Fassade, in der die Form der Prüfung ohne den Vorgang der Prüfung existiert. Höflichkeit war immer ein Nebenprodukt von Sprache. Bei generativen KIs ist sie das Produkt.


III

Vier Datenpunkte zur Verbreitung.

Die Praxis ist keine Zukunftsannahme. Sie wird gemessen, in verschiedenen Teilen des Marktes.

Due Diligence

Vierunddreissig Prozent der Investoren, die Ende 2025 auf dem Web Summit befragt wurden, lassen Due-Diligence-Unterlagen bereits von einer KI zusammenfassen1. Die Umfrage lief über 116 Beteiligte und ist nicht repräsentativ für den gesamten Markt, aber sie misst, was auf einer Konferenz der Branche nicht mehr tabu ist.

Skalierung im Unternehmen

Vierundvierzig Prozent der von McKinsey im Sommer 2026 Befragten geben an, dass KI in ihrem Unternehmen skaliert wird. Im Vorjahr waren es achtunddreissig Prozent4. Die Zuwachsrate ist nicht spektakulär, aber der Ausgangsbestand ist bereits hoch. Was Mitte 2025 noch Pilot war, ist Mitte 2026 Produktion.

Gerichtsfälle

Die laufend geführte Datenbank des Rechtsforschers Damien Charlotin verzeichnet per 18. Juni 2026 1'624 dokumentierte Fälle, in denen Gerichte weltweit KI-Halluzinationen in eingereichten Schriftsätzen festgestellt haben2. Der Zähler steigt wöchentlich. Die Fehler gelangten bis zur gerichtlichen Einreichung.

Wissenschaftliches Peer Review

GPTZero wies im Januar 2026 in 53 angenommenen Papers der NeurIPS 2025 insgesamt über hundert erfundene Literaturangaben nach5. Angenommen heisst: Peer Review hat sie passieren lassen. Die Gutachter waren nicht nachlässig im klassischen Sinn. Die Begutachtung verhinderte nicht, dass erfundene Literaturangaben in angenommenen Papers stehen blieben. Das hätte vorausgesetzt, dass jemand den Zitationen folgt.

Die vier Datenpunkte messen Verschiedenes. Zusammen zeigen sie, wie breit KI in Wissensarbeit hineinwächst und wie wenig ein formaler Prüfprozess über die Verlässlichkeit seines Ergebnisses sagt.


IV

Die Nachrechnung.

Die KI wurde angeschafft, um Zeit zu sparen. Die gesparte Zeit wird in einen zweiten Durchlauf investiert, bei dem eine andere KI dasselbe Dokument gegen dieselbe Art von Wissen prüft. Eine ehrliche Buchung dieser Zeit steht noch aus.

Die Qualität steigt dabei nicht zuverlässig, aus einem einfachen Grund. Eine Prüfung, die auf demselben Modelltyp beruht wie die Erstellung, teilt die blinden Flecken der Erstellung. Gemeinsame blinde Flecken überstehen auch einen zweiten Durchlauf. Die zweite KI urteilt dann entweder gleich falsch oder gleich unsicher. Ein Widerspruch zwischen den Noten zeigt an, dass eine der beiden KIs von etwas abhängt, das nicht im Dokument steht. Die Richtigkeit ist damit nicht gesichert, nur die Verschiedenheit.

Ironischer Nebenbefund: Je sicherer die KI klingt, desto weniger wird nachgelesen. Zweifel verursacht Arbeit, Höflichkeit entbindet. Nach unserer Beobachtung bekommen Dokumente, die kleine Unsicherheiten offenlegen, tendenziell schlechtere Noten als Dokumente, die ihre Unsicherheit sprachlich glätten. Eine Prämie auf Selbstüberschätzung ist in den Markt eingebaut.

Zweifel macht Arbeit. Höflichkeit entbindet.

Keiner der Beteiligten handelt dabei falsch. Jeder einzelne Schritt in der Kette ist nachvollziehbar und wird mit guten Gründen gewählt. Die Lücke entsteht erst in der Addition. Niemand liest, weil jeder davon ausgeht, dass jemand anderes lesen wird.


V

Zweimal dasselbe Muster in anderen Systemen.

Die blosse Vervielfachung von Prüfinstanzen hat schon einmal nicht funktioniert. Zweimal, in Systemen, deren Prüfkultur deutlich reifer war als die, die im Umgang mit KIs gerade entsteht.

2008
Kreditbewertung

Drei AAA-Noten, ein Fehler.

Verbriefte Subprime-Pakete trugen 2007 häufig drei AAA-Bewertungen gleichzeitig, von Moody's, S&P und Fitch6. Die drei Agenturen waren organisatorisch unabhängig, aber methodisch nicht: ähnliche Modelle, ähnliche Annahmen, dieselbe Marktphase. Die Zahl der Prüfungen stieg, die Prüfung selbst nicht. Als die Annahmen fielen, fielen alle drei Noten gleichzeitig.

2006
Wissenschaftliches Peer Review

Zwei Gutachter, ein Paradigma.

Richard Smith, langjähriger Chefredaktor des BMJ, veröffentlichte 2006 eine viel zitierte Bilanz des Peer-Review-Verfahrens7. Zwei bis drei unabhängige Gutachter prüfen dasselbe Paper, teilen aber Methoden und Blind Spots des Fachgebiets. Was alle übersehen, bleibt im System. Replikationsstudien ab 2015 bestätigten die Diagnose empirisch8.

2026
Generative Modelle

Zwei Noten, eine Herkunft.

Zwei KIs an einem Dokument sind strukturell näher beieinander als zwei Ratingagenturen oder zwei Reviewer. Sie können ähnliche Trainingsgrundlagen, Fehlermuster und Optimierungsanreize teilen. Ihre Urteile sind deshalb nicht automatisch unabhängige Evidenz.

Die Lehre aus beiden historischen Fällen ist dieselbe. Unabhängigkeit entsteht nicht durch die Anzahl der Prüfer, sondern durch die Verschiedenheit ihrer Prüfbasis. Zwei Instanzen, die aus demselben Material schöpfen, erzeugen keine unabhängige Prüfung. Sie erzeugen zwei Rechnungen, deren Übereinstimmung allein noch keinen unabhängigen Nachweis liefert.


VI

Was sich im Markt bewegt.

Zwei strukturelle Reaktionen zeichnen sich ab, keine davon abgeschlossen.

Konvergenz · die Belege kommen in das Werkzeug

Die grossen Anbieter integrieren Zitationen und Herkunftsangaben zunehmend in ihre Outputs. OpenAI reicht mit dem Web-Search-Tool und ChatGPT die zitierten Passagen inline mit. Anthropic liefert mit dem Research-Tool strukturierte Quellenlisten pro Antwort. Perplexity ist als Produktkategorie um die Zitation herum gebaut10. Das verschiebt das Problem näher an die Entstehungsstelle.

Was die Konvergenz nicht löst: ein Dokument, das die Werkzeugkette verlässt, verliert meist seine Belege. Der Empfänger, der es im eigenen Werkzeug prüft, sieht nur den fertigen Text. Die Herkunftsangabe ist im Chat geblieben, nicht im Dokument.

Divergenz · ein mitgeliefertes Belegpaket

Eine kleine Zahl von Anbietern versucht, das Belegwesen aus der Werkzeugkette zu lösen und an das Dokument selbst zu heften. Jede Kernaussage bekommt eine Quelle und einen Status (belegt, teilweise belegt, nicht belegbar), die Prüfung archiviert die Quellen mit Zeitstempel, eine Prüfsumme ordnet das Belegpaket dem konkreten Dokument zu. Ziel ist, dass der Empfänger seine KI nicht gegen den Absender, sondern gegen die Belege prüfen lässt.

Der Ansatz ist jung. Die Nachweise, dass er die Prüfung auf Empfängerseite tatsächlich präziser macht, stehen aus. Die Preisbereitschaft ist unerforscht. Die regulatorische Rückenwindkomponente ist zweifelhaft: EU AI Act Artikel 50 verlangt seit August 2026 Transparenz bei synthetischen Inhalten9, verlangt aber keine Belege für Aussagen.

Dazwischen passiert ein Dritter, der bisher am wenigsten diskutiert wird: die Rückkehr der menschlichen Prüfung in ausgewählten Vorgängen, nicht aus Sentimentalität, sondern aus Haftungsgründen. Wo Konsequenzen hoch sind und beide KIs scheitern können, wird die Freigabe wieder an eine Person gehängt, die unterschreibt. Nach unserer Beobachtung zeichnet sich diese Verschiebung in der Compliance-Praxis der grossen Beratungshäuser nach dem Vorfall des Vorjahres ab; zählbare Belege gibt es dafür noch nicht.


VII

Was diesen Text widerlegen würde.

Vier Beobachtungen. Zwei davon treffen die These, zwei die Markterwartung.

Widerlegung 1 · die stärkste

Die Modelle werden kalibriert.

Zeigt sich, dass die nächsten KI-Generationen zuverlässig markieren, was sie wissen und was sie raten, verliert die beschriebene Lücke ihre Schärfe. Zwei kalibrierte KIs könnten übereinstimmend sagen „unsicher", und der Mensch läse an genau dieser Stelle genauer. Nach unserer Beobachtung reicht die praktische Zuverlässigkeit dafür bisher nicht aus.

Widerlegung 2

Die Anbieter liefern den Nachweis mit.

Integrieren die grossen Werkzeuganbieter die Belege strukturiert und übertragbar in jedes Dokument, wird ein eigenes Belegformat überflüssig. Der Markt für mitgelieferte Prüfpakete bleibt klein, weil der Betriebssystem-Anbieter ihn mitnimmt. Die Richtung ist erkennbar, das Tempo ungewiss.

Widerlegung 3

Die Empfänger akzeptieren das Grundrauschen.

Pendelt die Toleranz für halluzinierte Aussagen so weit nach oben, dass niemand mehr auf Prüfbarkeit besteht, verschwindet die Nachfrage. Historisch ist diese Reaktion wahrscheinlicher als Protest, bis ein grosser Vorfall sie zurückdreht.

Widerlegung 4

Der grosse Vorfall bleibt aus.

Fehlt in den nächsten 24 Monaten ein öffentlich zurechenbarer Schaden durch KI-erzeugte oder KI-geprüfte Dokumente in einem regulierten Umfeld, verschiebt sich die Dringlichkeit, und mit ihr die Zahlungsbereitschaft. Das wäre der schwächste und wahrscheinlichste Widerlegungspfad.

Die vierte Widerlegung ist der klassische Fall: Eine strukturelle Lücke besteht so lange, bis ein ausreichend lauter Vorfall sie sichtbar macht. Zwischen dem Flash Crash und der Market Access Rule lagen sechs Monate11, zwischen Lehman und Dodd-Frank knapp zwei Jahre12. Die Reaktionszeit hängt weniger an einer Konstante als an Sichtbarkeit, Zuständigkeit und politischem Druck.


VIII

Wo wir stehen.

Die Beobachtung schmälert generative Modelle nicht. Sie sind das produktivste Werkzeug für Textarbeit, das in diesem Jahrzehnt verfügbar wird. Sie werden sich in die Dokumentenpraxis einbauen, egal ob die Prüfung mitgedacht ist oder nicht. Das Thema ist nicht die Technik. Das Thema ist, was in der Lücke passiert, die durch das Delegieren entsteht.

Wir beobachten drei Richtungen, in denen in den nächsten Monaten ernsthaft gearbeitet wird. Die native Herkunftsangabe im Werkzeug, das mitgelieferte Belegpaket am Dokument, und die rückgeholte menschliche Freigabe in haftungssensiblen Vorgängen. Jede dieser Richtungen hat ihre eigenen Grenzen, die weiter oben beschrieben sind.

Was uns interessiert
Nachweise, die mit dem Dokument reisen.
  • Format, das auch ausserhalb der Werkzeugkette prüfbar ist
  • Prüfsummen, die Änderungen sichtbar machen
  • Ehrliche Lückenbenennung statt sprachlicher Glättung
  • Anbieterneutralität
Was uns weniger interessiert
Noch ein Werkzeug für die prüfende Seite.
  • Detektoren, die KI-Text als KI-Text markieren
  • Werkzeuge, die ohne Absender prüfen
  • Punktlösungen innerhalb eines einzelnen Anbieters
  • Alles, was die Form behandelt und nicht die Substanz

Crownhill Capital arbeitet selbst an einem Ansatz in diesem Feld. Wir beobachten das Segment, mit Interesse und ohne Illusion. Was aus der Arbeit operativ wird, veröffentlichen wir, wenn es Zahlen gibt und nicht vorher.

Anhang

Quellen und Belege.

Jede Zahl, jeder Vorfall und jede regulatorische Angabe in diesem Bericht ist über öffentliche Quellen nachvollziehbar.

  1. 1PitchBook und Web Summit. Umfrage unter 116 Investoren zum Einsatz von KI in Due Diligence, veröffentlicht am 11. November 2025. 34 Prozent lassen DD-Unterlagen von KI zusammenfassen. businesswire.com (11. November 2025)
  2. 2Damien Charlotin. Laufend geführte Datenbank von Gerichten festgestellter KI-Halluzinationen in Eingaben. Belegter Stand per 18. Juni 2026: 1'624 dokumentierte Fälle weltweit; aktueller Zählerstand ist auf der Seite direkt abrufbar. damiencharlotin.com/hallucinations
  3. 3Deloitte Australien, Department of Employment and Workplace Relations. Prüfbericht zum Targeted Compliance Framework im Welfare-System. Korrigierte Fassung vom 26. September 2025, ersetzt den Bericht vom 4. Juli 2025, veröffentlicht am 3. Oktober 2025. Erfundene Zitate und nicht existierende wissenschaftliche Publikationen (zugeschrieben einer Rechtswissenschaftlerin derselben Universität) sowie ein erfundenes Zitat aus einem Urteil des Bundesgerichts durch den Juristen Christopher Rudge (University of Sydney) aufgedeckt. Teil-Rückerstattung durch Deloitte Anfang Oktober 2025. theguardian.com (6. Oktober 2025) · dewr.gov.au/.../targeted-compliance-framework
  4. 4McKinsey & Company. The State of AI, Veröffentlichung August 2026. 44 Prozent der Befragten geben an, dass KI in ihrem Unternehmen skaliert wird (Vorjahr 38 Prozent). mckinsey.com/capabilities/quantumblack/our-insights/the-state-of-ai
  5. 5GPTZero. Analyse angenommener Papers der NeurIPS 2025 auf fabrizierte Literaturangaben, veröffentlicht Januar 2026. Über 100 erfundene Verweise in 53 Papers trotz Peer Review. gptzero.me/news/neurips
  6. 6Financial Crisis Inquiry Commission. Final Report, Januar 2011. Abschnitt zu den Ratingagenturen und zur systemischen Rolle der mehrfachen AAA-Bewertungen verbriefter Hypothekenpakete. govinfo.gov/content/pkg/GPO-FCIC/pdf/GPO-FCIC.pdf
  7. 7Richard Smith. „Peer review: a flawed process at the heart of science and journals", Journal of the Royal Society of Medicine, April 2006. Langzeitbilanz des Peer-Review-Verfahrens aus der Perspektive des damaligen BMJ-Chefredaktors. doi.org/10.1177/014107680609900414
  8. 8Open Science Collaboration. „Estimating the reproducibility of psychological science", Science, August 2015. Replikationsrate deutlich unter dem Anteil der ursprünglichen signifikanten Ergebnisse. Nachfolgende Replikationsstudien in Krebsforschung und Ökonomie bestätigen das Muster. doi.org/10.1126/science.aac4716
  9. 9Europäische Kommission. Verordnung (EU) 2024/1689 (EU AI Act), Artikel 50 zu Transparenzpflichten bei synthetischen Inhalten, anwendbar seit 2. August 2026. Keine Pflicht zu Belegen für Aussagen in generierten Texten. eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj
  10. 10Anthropic, OpenAI, Perplexity. Produktbeschreibungen der Research-, Web-Search- und Zitationsfunktionen in Claude, ChatGPT und Perplexity, Stand Oktober 2026. Native Herkunftsangaben in den jeweiligen Werkzeugketten.
  11. 11U.S. Securities and Exchange Commission. Rule 15c3-5 „Risk Management Controls for Brokers or Dealers with Market Access", Release 34-63241, verabschiedet am 3. November 2010 als regulatorische Antwort auf den Flash Crash vom 6. Mai 2010. sec.gov/rules/final/2010/34-63241.pdf
  12. 12U.S. Congress. Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Public Law 111-203, unterzeichnet am 21. Juli 2010. Zeitlicher Abstand zur Insolvenz von Lehman Brothers am 15. September 2008: rund 22 Monate. govinfo.gov/content/pkg/PLAW-111publ203